Es ist allgemein bekannt und eigentlich auch nur natürlich, dass ein jeder Mensch, der in dieser Welt lebt, seine eigene und somit rein subjektive Ansicht aller Dinge und Personen mit sich trägt. Dass manche Personen diese Ansichten auch gern einmal frei von der Seele weg artikulieren, ohne dass es jemanden interessiert oder auch nur jemand danach gefragt hätte, ist nicht ganz so natürlich aber mittlerweile doch leider alltäglich. Auch wenn mir in meiner eigenen subjektiv wahrgenommenen Welt alles und jeder total fremd und unwirklich erscheint, und ich mich selbst mehr als ein außenstehender Betrachter ansehe als ein Mensch der Teil dieser weltlichen Gemeinschaft ist, so ist es dennoch bemerkenswert, dass es überhaupt Personen gibt, die mir nahe stehen, die ich an mich heranlasse und denen ich vertraue. Ich weiß natürlich nicht, ob mein scheinbar blindes Vertrauen überhaupt wahrgenommen und geschätzt wird, doch hoffe ich natürlich, dass auch mir ein gewisses Maß an Vertrauen entgegengebracht wird, wenigstens von denjenigen Personen, die einen enormen Anteil haben an meinem Werdegang und an der Ausprägung meiner Persönlichkeit, wenn man es denn so nennen kann. Und obwohl die Zeit selbst, sowohl die Vergangene und auch die Gegenwärtige mich lehrt, das "Vertrauen" zu einem großen Teil nichts anderes ist als ein Wort und ein Gut, über das ich frei verfügen kann und von dem ich eine unbegrenzte Menge habe, so merke ich doch, dass es nichts mehr ist als ein Geschenk von dem ich über alle Maßen mehr vergebe als ich je zurück bekommen habe und vielleicht je zurück bekommen werde. Zweifelhaft, keine Frage, ich weiß auch nicht warum ich so sehr versucht und verführt bin, einer derartig fremden Welt überhaupt ein gewisses Maß an Zuversicht und Gutgläubigkeit entgegenzubringen, wurde ich doch schließlich schon mehr als oft genug getäuscht, enttäuscht und grundlos verletzt. Mir offenbart sich als Grund für dieses dubiose Verhalten meinerseits nur die schiere Notwendigkeit diese Emotionen zu empfinden, um weiterhin lebensfähig zu sein. Vielleicht ist es Verzweiflung, vielleicht Hoffnung, vielleicht Verleugnung die mich dazu führt zu glauben, dass auch meine oftmals so gering und minderwertig geschätzte Person, einmal in einer fernen Zeit zu der Gemeinschaft der Menschheit gehörig sein wird. Durchaus bin ich mir im Klaren darüber, dass ich mir diese Zugehörigkeit verdienen muss. Viele, fast sogar alle auf dieser Welt, werden geboren ud gehören von diesem Moment an zu der Gemeinschaft der Menschen. Ich werde alles tun, um meine offensichtlichsten Fehler und Makel zu kompensieren, die mich wie gebranntmarkt durch diese Welt laufen lassen, und durch die ein jeder sofort erkennt zu welcher Art Mensch ich gehöre. Und auch wenn ich selbst nicht verstehen kann, weshalb ich überhaupt ausgeschlossen wurde, weshalb ich verstoßen und verachtet wurde und werde, so bin ich bereit diese Bürde zu akzeptieren. Doch bin ich nicht dazu bereit, mich öffentlich auf niederträchtigste Art und Weise verspotten zu lassen, von anderen Ausgestoßenen, die lediglich ihre Hoffnung aufgegeben haben und ihrer Verzweiflung in Form von Hass Ausdruck verleihen. Es ist eine Frage von Respekt, von dem ich mir einbilde dass ich ihn Verdienen würde, für all die grausame Zeit und all die tiefen Täler die ich durchschritten und aus denen ich mich wieder herausgekäpft habe, mich wenigstens meiner Wege gehen zu lassen, ohne stets bei jeder Gelegenheit mein zerbrechliches Ego mit Steinen zu bewerfen. Viele, die den letzten von mir verfassten Eintrag dieser Art gelesen haben, offenbarten mir einige Zeit später, dass es zu einem großen Teil nach nichts anderem als nach einem Schrei nach Hilfe geklungen hätte. Ich muss euch wirklich ein Lob zollen, mir dies mitzuteilen war wirklich eine große Sache. Meinen Respekt! Aber erklärt mir eines, wie kann es sein, dass ihr als selbsternannte wandelnde Empathie auf zwei Beinen nie auf die Idee gekommen seid einem solchen Hilferuf zu Antworten?! Wie könnt ihr die Dreistheit besitzen nach mehr Zivilcourage und nach mehr sozialem Engagement zu schreien wenn ihr selbst euch in eurer puren Selbstüberschätzung zu fein seid anderen Menschen zu helfen und somit nichts anderes Verkörpert als die Wurzel des Übels selbst, das ihr vorgebt zu bekämpfen! In den Spiegel schauen solltet ihr, wolltet ihr die Fratze der Überheblichkeit erblicken!