Träume sind keine Illusionen, denn sie täuschen uns nichts vor. Träume sind keineswegs nur Wünsche, von denen man hofft, dass sie irgendwann in Erfüllung gehen.
Nein, Träume sind etwas ganz eigenes. Sie sind nicht einfach nur entstanden, nein, auch Träume wandeln sich von Zeit zu Zeit. Sie sind lebendig und immer präsent. Sie leben in uns, in jedem von uns. Manche von ihnen werden Wahr, andere, die nicht erfüllt werden, wandeln sich zu neuen Träumen, die genauso wie alle anderen darauf warten in Erfüllung zu gehen. Doch es gibt auch Träume, die es nicht schaffen wahr zu werden. Diese Träume verkümmern mit der Zeit, sie werden kleiner, rücken in weite Ferne. Doch vergessen werden sie nie. Es kommt schließlich der Zeitpunkt an dem sich ein großer Traum ein letztes mal aufbäumt, ein letztes mal vollständigen Besitz von einem ergreift, kurz bevor man erkennt, dass dieser Traum niemals wahr werden kann.

Das ist der Moment, in dem ein Traum stirbt.

Wenn ein Traum stibrt, dann verlässt seine Seele den Körper des Menschen durch die Augen. Er entweicht mit den Tränen die das Herz vergießt das um ihn weint wie um ein Kind, weil das Herz selbst es war, das diesen Traum geboren hat. Man spürt richtig wie sich das Herz zusammen krampft, wie es von der entstandenen Leere zusammengezogen wird und für einen Moment erstarrt... ein Moment, der bei manchen ewig währt...