Der Tag an dem der Teufel mein Leben küsste 

Unglaublich wie das Leben spielt, es gibt Dinge, die Treffen einen einfach, ganz plötzlich, ohne Vorwarnung und direkt ins Herz. Es ist unmenschlich was in dieser Welt passiert, warum nur kommt es immer so wie es kommt? Warum kann innerhalb von zehn Minuten so viel passieren, dass es die Vergangenheit unbedeutend werden lässt und die Zukunft nachhaltig verändert? Und warum sind es immer die Partys, die Dinge im Leben, die am meisten Spass machen sollten, die dann letztlich am schlimmsten enden?

 


Ich geh also auf eine Party, Freitag Abend, nicht ganz so nettes Wetter, aber umso nettere Leute und eine noch nettere Begleitung…  Der Abend wird später und ausgelassener… Dass ich fahren muss, beeinträchtigt meine Stimmung gar nicht. Was meine Stimmung allerdings beeinträchtigt ist folgendes: Ich gehe auf die Toilette, muss ja schließlich mal sein. Ich komme wieder, gehe an einem Nebenraum vorbei und kann nicht glauben, was ich da in meinem peripheren Blickwinkel glaube gesehen zu haben. Ich bleibe stehen, schaue genau hin und meine Ahnung wird plötzlich Wirklichkeit. Ich sehe meine Begleitung, wie sie irgend so einem Typen die Lunge massiert. Ich kann meinen Blick nicht abwenden, es ist einfach zu irreal. Doch plötzlich erkenne ich noch etwas anderes. Es ist nicht einfach irgendein Typ, nein, es ist der „seit-zwei-Wochen-feste-Freund“ von einer „seit-fünf-Jahren-super-Freundin“ von mir. Unglaublich, was fällt grade diesen beiden ein, so etwas abzuziehen? Egal, für mich ist die Sache gegessen, so etwas gibt es einfach nicht, das ist nicht zu erklären, nicht zu rechtfertigen, ich verschwende keinen Gedanken mehr an dieses Mädel und verlasse die Party nach einer kleinen Szene. Nach einer unruhigen Nacht ruft am nächsten Tag dann die gute Freundin von mir an und fragt mich, warum ich so früh gegangen sei. Ich weiche aus, fange an zu stocken. Sie fragt und fragt und fragt, da ich sie nicht belügen will, erzähle ich ihr schließlich doch die gesamte Geschichte. Empörung macht sich in ihr breit, sie rastet förmlich aus. Und warum?  Weil sie es zum Kotzen findet, dass ich solche Lügen über „ihren Schnuckel“ in die Welt setzen würde. Sie sagt noch, sie wolle nichts mehr von mir hören und legt wutentbrannt auf. Wie jetzt??? Sie glaubt ihrem „zwei-Wochen-Freund“ mehr eher als ihrem „fünf-Jahre-echtes-Vertrauen-Freund“ ??? Das finde ich „Zum Kotzen“

 
 

Ich habe mein Herz vor einer noch größeren Enttäuschung bewahrt, ich kann dir nur raten es auch zu tun, jetzt zu handeln und nicht erst wenn es zu spät ist. Ich habe dich nie belogen, und ich werde es auch nie tun. Du weißt genau, das habe ich dir schon einmal versprochen, und damals hast du mir noch geglaubt... Als ein guter Freund bin ich auch nach dieser Sache immer für dich da wenn du mich brauchst… Also wenn du das hier liest, dann denk darüber nach…

 

Der Mann mit dem Sonnenschirm im Knopfloch