ein jemand einst in seiner kammer,
dacht´ von sich er wäre gut,
dacht´ bei sich er hätt geschick,
talent und auch den nötig mut,
drum stand er auf,
versuchte bald sein aller best´,
doch nun da ist´s zerbrochen,
vielleicht hatte er´s gewollt zu fest.

er hatte träume, wünsche,
er war voller drang zur tat,
doch als er es dann versucht´,
zersprang´s ihm rasch mit einem schlag.
hatte unter dem dröhnen der maschinen,
das leise knacken nicht bemerkt,
plötzlich wich´s zurück
und lag zerbrochen auf der erd.
nun da dacht er sich:
"ich gesteh´ vor mir, ich bin gescheitert,
doch was tu ich nun,
versuch ich´s weiter?"
er dacht´ und dacht´, verzweifelte,
seine gedanken wurden wild,
doch just in dem moment
er erlbickt´ ein lieblich bild.

nicht nur neue hoffnung er verspürte,
nein es klopfte auch noch an der türe,
wie gerufen stand sie da,
die haare gülden´, wunderbar,
doch wars nicht die frau die er zuvor gesehn,
drum bat er sie ganz rasch zu gehn.

fortan sein herz ward sehr verwirrt,
ständig ihm das glas zu boden klirrt,
in seiner kunst als glaser fortan eher schlecht,
hörte er sein herz, es hatte recht,
des bildnis schönheit ist nicht länger zu ertragen,
man sollte es verbannen, brennen, gar vergraben.
er grub und grub, und grub es schließlich wieder aus,
stellt´ es rasch zurück ins lieblich haus,
denn das weibe das er auf dem bild erblickte,
stets ihm sämtlich seiner sinn´ erquickte.
er lebte weiter, jahr für jahr,
mit diesem bild verehrt wie ein altar.
sein leben wurde fröhlich doch auch reichlich schwer,
verwirrte sie sein herz doch immer mehr und mehr.

so sehr das er sich schnitt,
mit dem glase in die hand,
es war zu tief,
es half auch kein verband,
er lag am boden
mit dem bilde in der hand,
es ward zu sehn
bis es in dem blut verschwand.

auch wenn er ihretwegem letztlich so verstarb,
kam doch das bild mit in sein irdisch grab.
auch wenn sie ihn so gedolcht, verwünscht hat er sie nicht,
er liebt sie noch und wird sie lieben ewiglich.
er hat´s in kauf genommen für dieses weib zu sterben,
auch wenn er sie niemals hat geschaut auf gottes erden.
unglück war es nicht das sie ihm brachte,
denn an der himmelstür sie wartete und lachte,
dort nun glücklich und auf ewiglich vereint,
sprach er niemals war der tod mein wirklich feind,
vernommen hatt´ ich deine rufe, verstanden leider nicht,
mich selbst ich hätte sonst erdolcht - für dich.